Spiel des Jahres

Seit 1979 wird vom Verein „Spiel des Jahres e.V.“ der Kritikerpreis „Spiel des Jahres“ für deutschsprachige Karten- und Brettspiel-Neuheiten vergeben. Die Auszeichnung gilt als die bedeutendste der Welt. Mit Millionenauflagen gingen die mit der Auszeichnung geehrten Spiele „Carcassone“ und „Die Siedler von Catan“, die 2001 bzw. 1995 in die Geschichte ein. Neben dem seit 2001 zusätzlich vergebenen Preis des „Kinderspiels des Jahres“ führte der Verein 2011 eine dritte Auszeichnung zum „Kennerspiel des Jahres“ ein. Sie richtet sich an Spieler, die über langjährige Brettspielerfahrung verfügen und neue Herausforderungen suchen.

Spiel des Jahres Die Siedler von Catan

Spiel des Jahres Die Siedler von Catan – hier in einer speziellen 3D-Version

Der Preis wird von einer Jury des Vereins „Spiel des Jahres e.V.“ vergeben, deren Mitglieder für deutschsprachige Medien als Spielekritiker tätig sind. Aktuell besteht die Jury aus zehn Mitgliedern, wobei eine Vereinsversammlung über eventuelle neue Jurymitglieder entscheidet. Der WDR-Journalist Jürgen Herz ergriff 1978 die Initiative zur Vereinsgründung, die erste Preisverleihung fand im Jahr 1979 statt und wurde von der damaligen Bundesfamilienministerin Antje Huber finanziell unterstützt.

Insgesamt beeinflussen die Entscheidungen der Jury den Brettspielmarkt nicht unerheblich. Durch den Bekanntheitsgrad der Auszeichnung zum Spiel des Jahres werden von dem prämierten Spiel meist mehr als 300.000 Exemplare innerhalb eines Jahres verkauft. In aller Regel bedeutet das eine Verzehnfachung der ursprünglichen Spielauflage. Die ausgezeichneten Spiele werden mit einem roten Pöppel, auch „Halmakegel“ genannt, gekennzeichnet. Für die Verwendung dieses Logos erhebt der Verein „Spiel des Jahres n.V.“ eine Lizenzgebühr, die von der Anzahl der verkauften Spiele abhängig ist. Im Übrigen arbeiten die Mitarbeiter des Vereins ehrenamtlich, erzielte Einnahmen werden für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet. Diese Öffentlichkeitsarbeit besteht in der Hauptsache aus Veröffentlichungen zum Spiel im Allgemeinen und darüber hinaus gezielt für die ausgezeichneten Spiele. Das umfasst beispielsweise Messestände, bei denen Besucher unabhängig und objektiv beraten werden, ein jährliches Stipendium zum Spieleautor, die Stadt-Spiele-Tage sowie die Initiative „Spielend gesund werden“ an Kinderkliniken.

Der Verein prämiert jeweils die Spiele des aktuellen Jahrgangs, der die Spiele umfasst, die zwischen der Mitte des vergangenen Jahres und bis März des aktuellen Jahres erschienen sind. Entscheidend für die Bewertung sind die Funktionalität des Spiels und Spielmaterials sowie die Spielidee und die Regeln mitsamt dem Layout.

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