Skat

Eine der bedeutendsten Theorien geht davon aus, dass das Skatspiel 1817 in Altenburg von Friedrich Ferdinand Hempel erfunden und von ihm in den Osterländischen Blättern 1818 erstmals erwähnt wurde. Wobei das Wort „erfunden“ in diesem Zusammenhang eine gewagt Aussage ist. Schließlich ist unstrittig, dass Skat als Stichspiel Merkmale in sich vereinigte, die älteren Kartenspielen, wie L’Hombre, Tarock und Schafskopf entlehnt wurden. Andere Kartenhistoriker gehen davon aus, dass das Stichspiel zwischen 1810 und 1815 von der Brommeschen Tarockgesellschaft entdeckt wurde. Wieder andere gehen davon aus, dass ein sich langweilender Kutscher das Spiel Anfang des 19. Jahrhunderts nach Altenburg einführte und dort mit allgemeiner Begeisterung aufgenommen wurde. Der Skatforscher Stein hat ermittelt, dass es sich um einen Altenburger Kutscher gehandelt haben soll.

Skat – woher der Name kommt

Unbestritten ist, dass die Bezeichnung „Scat“ erstmals am 04.September 1813 in der Kladde des Regierungsrates Hans Carl Leopold von der Gabelentz eingetragen war. Der Herr Regierungsrat spielte seinerzeit auf Schloss Poschwitz und ist im Thüringischen Staatsarchiv in Altenburg, einer Aussenstelle des Weimarer Hauptortes zu besichtigen. Der Eintrag, nicht der Regierungsrat! Allerdings war schon damals der Begriff „Scat“ vergeben. Man verwendete diesen Begriff beim viel älteren Tarock  für einen Stapel mit Restkarten.

Das erste Skatspiel

Fand denn nun tatsächlich das erste Skatspiel an jenem 04. September statt oder nicht? Zugegen war eine Runde, die allesamt verschiedenen Kartenspielen beherrschten und gegen einen zünftigen Skat nicht einzuwenden gehabt haben dürfen. Zu diesem erlesenen Kreis gehörte damals Dr. Carl Ludwig Schuderoff, Friedrich Ludwig und Friedrich Ferdinand Hempel, Carl Adam Neefe und eben besagter Herr von der Gabelentz. Auf jeden Fall hatten Sie ein französisches Kartenspiel in den Fingern.

Skat – Regeln und Regelüberwachung

Die an sich eindeutigen und klaren Regeln des Skatspiels, für das drei Spieler notwendig sind, von denen jeder 10 Karten erhält und der Sieger des sogenannten Reizens die verbliebenen beiden Karten aufnehmen und gegen vorhandene Eintauschen kann aber nicht muss, sind relativ eindeutig. Dennoch scheint es immer wieder Streitigkeiten zu geben, die vom Altenburger Skatgericht, der weltweit anerkannten Justiz für Streitigkeiten beim Skat, geklärt werden müssen.

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