Mensch ärgere Dich nicht

Bei diesem beliebten Laufspiel auf einem Brett muss jeder Spieler die Spielfiguren vom Startfeld aus bis zu den Zielfeldern ziehen. Die Figuren müssen dabei das kreuzförmige Spielbrett einmal umrunden, wobei ein Würfel darüber entscheidet, wie viele Felder pro Runde gezogen werden dürfen. Sollte man beim Ziehen auf die Spielfiguren von Mitspielern treffen, darf man diese zum Startfeld zurückschicken.

Brettspielklassiker Mensch ärgere Dich nicht

Das Brettspiel Mensch ärgere Dich nicht ist eines der bekanntesten Gesellschaftsspiele

Der Münchener Josef Friedrich Schmidt erfand das Spiel 1914 und brachte es auf den Markt. Da das Spiel zu Beginn recht erfolglos war, verschenkte Schmidt die gesamte Auflage von 3000 Stück im ersten Weltkrieg an Lazarette. Nach dem Krieg brachten die Soldaten das Spiel dann mit nach Hause, dadurch konnte das Spiel verbreitet werden. Der Siegeszug des Spiels durch die deutschen Wohnzimmer begann.

Mensch ärgere Dich nicht – älter, als man denkt

Allerdings reichen die Wurzeln des Spiels wesentlich weiter zurück. Die Urform des Spiels ist das indische Pachisi, ein Spiel mit relativ unklarer Herkunft. Zum ersten Mal wurde es in Indien im 16. Jahrhundert nachgewiesen. Durch englische Reisende gelangte es im 19. Jahrhundert nach Europa, wobei hier zahlreiche, teilweise radikal vereinfachte Varianten herausgegeben wurden. Darunter die Spiele „Ludo“ und „Eile mit Weile“. Letzteres ist ein Spiel, dass heute noch in der Schweiz hohe Popularität genießt.

Mensch ärgere Dich nicht – die Mutter aller Laufspiele

Obwohl es sehr einfach angelegt ist, ist „Mensch ärgere Dich nicht“ kein reines Glücksspiel. Der Spieler kann immerhin während des Verlaufes einer Partie selbst bestimmen, welche seiner Spielfiguren er bewegen möchte, wobei ihm für diese Entscheidung alle notwendigen Informationen vorliegen. Dennoch dominiert natürlich der Würfel das Spiel. Für das Modell eines idealen Würfels wird angenommen, dass die Wahrscheinlichkeit, eine der Zahlen auf dem Würfel zu treffen, jeweils ein Sechstel ist und das für mehrere Würfe der Lauf der Zeit verantwortlich ist. Es ist bei diesem Spiel nicht möglich vorherzusagen, wie lange eine der Spielfiguren dafür braucht, eine bestimmte Wegstrecke zurückzulegen, da sich die im Feld befindlichen Spielfiguren jederzeit schlagen und wieder zum Startfeld zurückgeschickt werden können.

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