Kinderspiel des Jahres

Seit 2001 wird jährlich vom Verein „Spiel des Jahres e.V.“ das Kinderspiel des Jahres vergeben, der Preis löste den seit 1989 regelmäßig vergebenen Sonderpreis „Kinderspiel“ ab. Wie auch beim Spiel des Jahres wird jährlich im Mai eine Nominierungsliste mit drei Spielen veröffentlicht, aus der dann im Sommer eine Jury das Kinderspiel des Jahres auswählt. Die Jury besteht aus drei Mitgliedern des Vereins „Spiel des Jahres e.V.“ sowie drei Beiräten, die für jeweils drei Jahre berufen werden. Diese drei Vereinsmitglieder gehörten bis 2009 gleichzeitig auch der Jury zum Spiel des Jahres an. Neben den Hauptpreisträgern und den Nominierten wurde 2002 und 2003 eine Auswahlliste veröffentlicht. Seit 2004 wird von der Jury eine Empfehlungsliste erstellt, die insgesamt 10 bis 12 Spiele umfasst.

Kinderspiel des Jahres 2006: Der schwarze Pirat von Haba

Kinderspiel des Jahres 2006: Der schwarze Pirat von Haba

Mit dem Beginn der Verleihung des Kritikerpreises „Kinderspiel des Jahres“ trug der Verein auch wesentlich zum Paradigmenwechsel im Bereich der Kinderspiele teil. Im Nachhinein kann man durchaus festhalten, dass der Verein in der Lage war, seine Ziele zu verwirklichen und sich werbend für die Anwendungen und Werte des Spiels in der Familie, im Freundeskreis und in der Gesellschaft allgemein einzusetzen. Häufig hört man die Ansicht, dass der Zweck des Vereins ausschließlich darin bestehe, einmal im Jahr das Spiel des Jahres auszuwählen, was sicherlich ein Irrglaube ist. Tatsächlich betrachtet der Verein diese Auszeichnung nur als Mittel zum Zweck. Als Verein möchte man vielmehr Impulse zur Entwicklung wertvoller und interessanter neuer Spiele geben. So sollen Akzente gesetzt und die Verbreitung von Brett- und Gesellschaftsspielen gefördert werden.

Dabei möchte die Jury mit ihrer Arbeit nicht nur die Spiele-Spezialisten und ihre Szene ansprechen. Man möchte vielmehr das breite Publikum ansprechen, dass sich inzwischen längst nicht mehr zwischen dem Angebot an neuen und alten Spielen zurecht findet. Man möchte den Menschen eine Orientierungshilfe anbieten und kompetent auf interessante und neue Spiele verweisen. Inzwischen hat dieses Publikum den kleinen lorbeerbekränzten Spielkegel als Preis akzeptiert.

Die Jury wertet das als Zeichen, dass dies unter anderem auch der klaren Linie zu verdanken ist, die man von Beginn an verfolgt hat. Der Verein begreift daher dieses Vertrauen der Akzeptanz auch als große Verantwortung.

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